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	<title>Literaturtipp Archive - Ingrid Haag - Lektorat, Redaktion, Text</title>
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	<title>Literaturtipp Archive - Ingrid Haag - Lektorat, Redaktion, Text</title>
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	<item>
		<title>Jennifer Benkau – One True Queen (Zweiteiler)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ingrid]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Nov 2022 09:18:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturtipp]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ausprobieren, anlesen, weglegen – meine Zeit mit Corona. Nur mit Mühe konnte ich mich von Nachrichtentickern und sozialen Plattformen lösen und mein träges Hirn dazu bringen, wieder eigenständig zu arbeiten. An Schreiben war überhaupt nicht zu denken, an Arbeiten nur</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ingrid-haag.de/jennifer-benkau-one-true-queen-zweiteiler/">Jennifer Benkau – One True Queen (Zweiteiler)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ingrid-haag.de">Ingrid Haag - Lektorat, Redaktion, Text</a>.</p>
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<p>Ausprobieren, anlesen, weglegen – meine Zeit mit Corona. Nur mit Mühe konnte ich mich von Nachrichtentickern und sozialen Plattformen lösen und mein träges Hirn dazu bringen, wieder eigenständig zu arbeiten. An Schreiben war überhaupt nicht zu denken, an Arbeiten nur mit einem virtuellen Tritt in den Hintern. Längere Texte lesen? Schwierig. Bis ich ihn fand: den Roman, in dem ich in dieser aufwühlenden Zeit mit Vergnügen versinken konnte.</p>



<p>Fantasy, ausgerechnet das Genre, das mich mein Leben lang kaltgelassen hatte, zumindest in Schriftform. Noch kälter: ein Jugendbuch. Aber ich kenne und schätze die Autorin, und spätestens nachdem ich das Cover der wahren Queen übergroß auf dem Stand des Ravensburger Verlags in Frankfurt gesehen hatte, war ich neugierig.</p>



<p>Nach der Buchmesse dümpelte der erste Band des Zweiteilers ein paar Monate auf meinem E-Book-Reader, als Teil des elektronischen Stapels ungelesener Bücher. Das Warten hat sich gelohnt. Die Corona-Zeit war der perfekte Lesemoment dafür.</p>



<p><strong>Darum geht&#8217;s:</strong></p>



<p>Eben stand Mailin noch in ihrer irischen Heimatstadt und sorgte sich um ihre Schwester, die seit sieben Jahren im Wachkoma lag. Plötzlich findet sich die junge Heldin in einer ganz anderen Welt, in der ihr alles und jeder nach dem Leben trachtet – nur nicht der mysteriöse Fremde, der sie aus einer tödlichen Falle rettet, einem fleischfressenden Baum. Der junge Mann, der gefährlich wirkt und ihr nicht verrät, wer er in Wahrheit ist, begleitet Mailin zum Königshof. Sie hofft, dort einen Weltenspringer zu finden, der sie zurück nach Hause bringt.</p>



<p>Doch schneller, als ihr lieb ist, findet sie heraus, dass sie aus einem ganz bestimmten Grund in Lyaskye ist: Sie soll Königin werden. Und das ist in dieser Welt ein Todesurteil. Mailin muss sich grausamen Traditionen stellen, verliebt sich in einen Lügner und erkennt, dass in Lyaskye nichts ist, wie es scheint.</p>



<p>„So viele Bücher, und du nimmst ausgerechnet dieses“, hört Mailin an einer Stelle. Denn der Inhalt eines bestimmten Buches in Lyaskye passt sich der Lesenden an. So fantastisch war’s bei mir natürlich nicht. Aber Jennifer Benkau hat mich mit den beiden Bänden von&nbsp;<a href="http://ravensburger.de/produkte/jugendbuecher/liebesromane/one-true-queen-band-1-von-sternen-gekroent-40179/index.html">One True Queen</a>&nbsp;für eine Weile aus der Wirklichkeit geholt und so weit weg katapultiert, dass mein Corona-dauerberieseltes, überinformiertes Hirn endlich zur Ruhe kam.</p>



<p>Und nachdem ich Gefallen an märchenhafter Fantasy gefunden hatte, habe ich nachgelegt und eine Empfehlung der Autorin aufgegriffen:&nbsp;<a href="http://luebbe.de/bastei-luebbe/buecher/fantasy-buecher/die-letzte-dichterin/id_7118524">Die letzte Dichterin</a>&nbsp;von Katharina Seck ist ebenfalls wunderbar zu lesen. Fantasy. Jugendbuch. Trost gibt’s in diesen unruhigen Zeiten nie genug, oder?</p>



<p><strong>Ihre Ingrid Haag</strong></p>



<p>(Der Beitrag erschien am 27.05.2020 im Blog der 42erAutoren.)</p>



<p>Bild von NoName_13 auf Pixabay</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ingrid-haag.de/jennifer-benkau-one-true-queen-zweiteiler/">Jennifer Benkau – One True Queen (Zweiteiler)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ingrid-haag.de">Ingrid Haag - Lektorat, Redaktion, Text</a>.</p>
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		<title>Leigh Bardugo – Krähensaga (Glory or Grave)</title>
		<link>https://www.ingrid-haag.de/leigh-bardugo-kraehensaga-glory-or-grave/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ingrid]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 May 2021 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturtipp]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eskapismus in Zeiten von Corona – wie wunderbar ist Fantasy! Vielleicht habe ich viel verpasst, weil ich das Genre bis vor Kurzem gemieden habe. Aber ich blicke nie zurück. Genau jetzt ist die beste Zeit, mich in fremde Welten entführen</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ingrid-haag.de/leigh-bardugo-kraehensaga-glory-or-grave/">Leigh Bardugo – Krähensaga (Glory or Grave)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ingrid-haag.de">Ingrid Haag - Lektorat, Redaktion, Text</a>.</p>
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<p>Eskapismus in Zeiten von Corona – wie wunderbar ist Fantasy! Vielleicht habe ich viel verpasst, weil ich das Genre bis vor Kurzem gemieden habe. Aber ich blicke nie zurück. Genau jetzt ist die beste Zeit, mich in fremde Welten entführen zu lassen. Leigh Bardugo schafft dies mit ihrer zweibändigen Krähensaga vortrefflich.</p>



<p>Und los geht’s mit <a href="https://www.buch7.de/produkt/das-lied-der-kraehen-leigh-bardugo/1029569546?ean=9783426654439" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Das Lied der Krähen:</a><br>Die pulsierende Hafenstadt Ketterdam ist Handelsmetropole und Tummelplatz zwielichtiger Gestalten. Hier hat sich der junge Kaz Brekker zur gerissenen, skrupellosen rechten Hand eines Bandenchefs hochgearbeitet. Als er eines Tages ein Jobangebot erhält, das ihm unermesslichen Reichtum bescheren soll, weiß Kaz zwei Dinge: Erstens wird ihm dieses Geld dabei helfen, den Tod seines Bruders zu rächen. Zweitens kann er den Job unmöglich allein erledigen. </p>



<p>Mit fünf Gefährten macht Kaz sich auf in den Norden, um den Entwickler einer gefährlichen Droge aus dem bestgesicherten Gefängnis der Welt zu befreien. Die sechs „Krähen“ sind professionell, clever und unberechenbar – und bringen höchst unterschiedliche Motive mit auf die eigentlich aussichtslose Mission.</p>



<p><a href="https://www.buch7.de/produkt/das-gold-der-kraehen-leigh-bardugo/1031389889?ean=9783426654491" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Das Gold der Krähen</a><em> </em>nimmt dort den Faden wieder auf, wo der erste Teil endet, stellt die Rache für einen Verrat in den Mittelpunkt und mündet in ein fulminantes Finale.</p>



<p><strong>Mein Fazit:</strong></p>



<p>Die Krähensaga liefert ein originelles Setting, eine sorgfältig und stimmig konstruierte Welt und ungewöhnliche Charaktere – allen voran Kaz „Dirtyhands“ Brekker, Trickbetrüger, Ganove und bis zum Schluss kein strahlender Held. Die Autorin gibt allen „Krähen“ eine Stimme, die Perspektive wechselt kapitelweise, aber die Handlung franst nicht aus, das Abenteuer bleibt der rote Faden. Das hat mir jeden der Charaktere nahegebracht – und mich locker mit den Facetten der Welt vertraut gemacht, die Leigh Bardugo schon Jahre früher in ihrer Grisha-Trilogie entworfen hatte.</p>



<p>Ein gelungenes Werk mit Suchtfaktor, ein munterer, unterhaltsamer und spannender Roman, fulminant, fantastisch, famos … so liest sich das in den Kritiken. Dem füge ich nur eins hinzu: Mir hat es schlaflose Stunden beschert – aber äußerst vergnügliche.</p>



<p>Wenn Sie Pause vom Alltag brauchen, machen Sie sich auf nach Ketterdam!</p>



<p><strong>Ihre Ingrid Haag</strong></p>



<p>(Der Beitrag erschien am 09.12.2020 im <a href="https://zweiundvierziger.de/ingrid-liest-darragh-mckeon-alles-stehende-verdampft/">Blog</a> der 42erAutoren.)</p>



<p>Bild: Amsterdam Keizersgracht, ArtTower bei Pixabay</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ingrid-haag.de/leigh-bardugo-kraehensaga-glory-or-grave/">Leigh Bardugo – Krähensaga (Glory or Grave)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ingrid-haag.de">Ingrid Haag - Lektorat, Redaktion, Text</a>.</p>
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		<item>
		<title>Darragh McKeon – Alles Stehende verdampft</title>
		<link>https://www.ingrid-haag.de/darragh-mckeon-alles-stehende-verdampft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ingrid]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 May 2021 09:41:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
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		<category><![CDATA[Roman]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich weiß, wo ich am Tag der Katastrophe von Tschernobyl war, habe ein Bild vor Augen, glaube sogar zu wissen, welches Kleid ich anhatte. Aber die Erinnerung täuscht mich. Es war kein Sommertag, sondern der 26. April 1986. Ich lebte</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ingrid-haag.de/darragh-mckeon-alles-stehende-verdampft/">Darragh McKeon – Alles Stehende verdampft</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ingrid-haag.de">Ingrid Haag - Lektorat, Redaktion, Text</a>.</p>
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<p>Ich weiß, wo ich am Tag der Katastrophe von Tschernobyl war, habe ein Bild vor Augen, glaube sogar zu wissen, welches Kleid ich anhatte. Aber die Erinnerung täuscht mich. Es war kein Sommertag, sondern der 26. April 1986. Ich lebte in Regensburg im östlichen Bayern, und das Kleid trug ich vielleicht an einem der Tage, in denen die radioaktive Wolke aus der Ukraine über uns hinweg zog. Wir verfolgten die Berichte in den Nachrichten, sahen die Bilder, lernten, welche Halbwertszeit Cäsium 137 und Strontium 90 haben, und dass wir vorerst auf Wildfleisch und Pilze verzichten sollten. Und auf Milch, wenn ich mich richtig erinnere. Klingt schrecklich naiv. Welche Folgen wir wirklich tragen, werden wir vermutlich nie erfahren. Würde ich an Tschernobyl denken, wenn ich eine Krebsdiagnose hätte?</p>



<p>Um die Reaktorkatastrophe, den Super-GAU, dreht sich die preisgekrönte fünfteilige amerikanisch-britische Fernsehserie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Chernobyl_(Fernsehserie)">Chernobyl.</a> Sie macht das monströse Geschehen anhand von Einzelschicksalen unheimlich greifbar. Und greifbar unheimlich. Ich hatte die bedrückenden Bilder noch im Kopf, als ich <a href="https://www.ullstein-buchverlage.de/nc/buch/details/alles-stehende-verdampft-9783843711821.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Alles Stehende verdampft</a> las, das Romandebüt des irischen Autors Darragh McKeon. Er verfolgt einen ähnlichen Ansatz, erzählt anhand des Schicksals einzelner Menschen, was während und nach der Katastrophe geschah. </p>



<p>Ich lernte Artjom kennen, den dreizehnjährigen Bauernsohn aus Weißrussland, der entdeckt, dass den Kühen auf dem Feld das Blut aus den Ohren läuft und Vögel vom Himmel fallen. Seine Familie, die zwangsevakuiert wird, aber in der Stadt nirgendwo Unterschlupf findet, weil die Evakuierten als vergiftet gelten. Den Moskauer Chirurgen Gregori, der ins Katastrophengebiet abgeordnet wird, als er bei der Partei in Ungnade fällt. Gregoris Ex-Frau, die Dissidentin Maria, und ihren Neffen Jewgeni, das Klavierwunderkind. Die Katastrophe führt sie zusammen und verändert ihr Leben unwiderruflich. </p>



<p>Eindringlich erzählt Darragh McKeon über die Evakuierungen, über Dörfer, die komplett abgerissen, und Tiere, die präventiv getötet und verscharrt werden. Über die Liquidatoren, Tausende junger Soldaten, die dorthin geschickt werden, wo Maschinen der Strahlung wegen nicht mehr funktionieren. Über die Sowjetunion, die Großmacht, die keine Fehler zugeben und keine Hilfe aus dem Ausland annehmen kann.</p>



<p>Weder der Film noch das Buch stammen von Russen oder Ukrainern, aber sie führen sehr authentisch und eindringlich vor Augen, wie unfassbar nahe wir dem Abgrund waren. Welch wahnsinniges Monster die Atomkraft ist und wie naiv der Mensch, der glaubt, sie in Schach halten zu können.</p>



<p>Lesen Sie dieses Buch. Und schauen Sie am besten auch die Serie.</p>



<p>Manche Pilzarten weisen übrigens heute noch eine stark erhöhte Radioaktivität auf. Die Halbwertszeit von Cäsium 137 liegt bei dreißig Jahren.</p>



<p><strong>Ihre Ingrid Haag</strong></p>



<p>(Der Beitrag erschien am 18.03.2020 im <a href="https://zweiundvierziger.de/ingrid-liest-darragh-mckeon-alles-stehende-verdampft/">Blog</a> der 42erAutoren.)</p>



<p>Foto: Pripyat, Amort1939 bei Pixabay</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ingrid-haag.de/darragh-mckeon-alles-stehende-verdampft/">Darragh McKeon – Alles Stehende verdampft</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ingrid-haag.de">Ingrid Haag - Lektorat, Redaktion, Text</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Celeste Ng: Was ich euch nicht erzählte</title>
		<link>https://www.ingrid-haag.de/celeste-ng-was-ich-euch-nicht-erzaehlte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ingrid]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Jan 2019 18:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
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		<category><![CDATA[Roman]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Roman über eine Familie, über Liebe, Erwartungen, Geheimnisse und Verletzungen. Mein Lese-Highlight des Jahres 2018 ist keine gewöhnliche, keine leichte Kost. Komplex, dicht, klug und sehr berührend. Unbedingt empfehlenswert. „Lydia ist tot.“ Damit beginnt die Handlung an einem Morgen</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ingrid-haag.de/celeste-ng-was-ich-euch-nicht-erzaehlte/">Celeste Ng: Was ich euch nicht erzählte</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ingrid-haag.de">Ingrid Haag - Lektorat, Redaktion, Text</a>.</p>
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<p>Ein Roman über eine Familie, über Liebe, Erwartungen, Geheimnisse und Verletzungen. Mein Lese-Highlight des Jahres 2018 ist keine gewöhnliche, keine leichte Kost. Komplex, dicht, klug und sehr berührend. Unbedingt empfehlenswert.</p>



<p>„Lydia ist tot.“ <span id="more-4847"></span>Damit beginnt die Handlung an einem Morgen im Frühjahr 1977. Lydia, das sechzehnjährige Lieblingskind von James und Marilyn Lee, war zwei Tag lang verschwunden. Jetzt liegt sie ertrunken am Ufer des Sees nahe der Kleinstadt in Ohio, in der sie mit ihrer Familie lebte. Die Tragödie erschüttert die scheinbar so wohl geordnete Welt der Lees. James, Sohn chinesischer Einwanderer, stürzt sich in eine Affäre, Marilyn und Lydias Bruder Nath begeben sich auf Spurensuche. Sie glauben an ein Fremdverschulden, obwohl die Polizei keine Hinweise dafür findet. Nur die elfjährige Hannah, die immer am Rande steht, beobachtet stumm, was in der Familie passiert.</p>



<p>Was klingt wie ein Thriller, ist eine eindringliche Geschichte über die komplexen Beziehungen in einer Familie. Über Eltern, die ihre Unzulänglichkeiten und Wünsche auf ihre Kinder projizieren, statt ihnen zuzuhören. Über Hilflosigkeit und fehlende Kommunikation. Der Roman geht weit zurück, bis zu dem Moment, in dem aus der ehrgeizigen, begabten Amerikanerin Marilyn und dem Chinesen James, Professor in Harvard, ein Paar wird. Nach der Hochzeit muss Marilyn ihr Medizinstudium für die Familie aufgeben, aber sie vergisst ihre Träume nicht. Sie tut alles, um zu verhindern, dass ihre Tochter in die gleiche Falle tappt und ihr Leben als Hausfrau vergeudet. James, der aufgrund seiner Herkunft immer ausgegrenzt wurde, wünscht sich wiederum nichts sehnlicher, als dass seine Kinder so sind wie alle anderen. Lydia schafft es nicht, sich gegen die drängenden, lähmenden Erwartungen ihrer Eltern zu wehren. Stattdessen flüchtet sie sich in ein Gespinst aus Lügen. Allein die stille Hannah ahnt etwas von den Problemen ihrer Schwester.</p>



<p>Wer ist verantwortlich für Lydias Tod? War es wirklich der Nachbarjunge, mit dem sich Lydia traf? War es Mord oder Selbstmord? Ist Lydia an den unerfüllten Träumen ihrer Eltern zerbrochen? Oder an ihrem Anderssein, anders Aussehen? Celeste Ng, deren Eltern aus Hongkong in die USA einwanderten, gibt jedem Mitglied der Familie eine Stimme, auch Lydia. Und am Ende weiß der Leser, die Leserin: Alle haben zu der Tragödie beigetragen, obwohl niemand etwas Böses wollte.</p>



<p>Ich bin in dem eleganten, großartig konstruierten, nie pathetischen <a href="https://www.dtv.de/buch/celeste-ng-was-ich-euch-nicht-erzaehlte-14599/">Roman</a> völlig versunken. Für mich ist er vor allem eins: ein eindringliches Plädoyer dafür, einander zuzuhören und miteinander zu reden. Lassen Sie sich wie ich davon ergreifen – und nehmen Sie sich’s zu Herzen!</p>



<p><strong>Ihre Ingrid Haag</strong></p>



<p>(Der Beitrag erschien am 16.12.2018 im <a href="https://zweiundvierziger.de/ingrid-empfiehlt-zu-weihnachten-celeste-ng-was-ich-euch-nicht-erzaehlte/">Blog</a> der 42erAutoren.)</p>



<p>Bild: Pixabay</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ingrid-haag.de/celeste-ng-was-ich-euch-nicht-erzaehlte/">Celeste Ng: Was ich euch nicht erzählte</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ingrid-haag.de">Ingrid Haag - Lektorat, Redaktion, Text</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Lieblingsschurke: Long John Silver</title>
		<link>https://www.ingrid-haag.de/lieblingsschurke-long-john-silver/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ingrid]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Apr 2017 10:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturtipp]]></category>
		<category><![CDATA[LongJohnSilver]]></category>
		<category><![CDATA[Piraten]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„A Hund is’ er scho’!“ – Hier in Bayern gilt dieses Urteil Prominenten, deren trickreiches Wirken wir gleichzeitig verurteilen und bewundern. Schlawiner-Schurken. Männern. Dem Fußballmanager, der Milliarden verzockt, seine Strafe absitzt und zum Verein zurückkehrt. Dem Kaiser, dem wir selbstverständlich</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ingrid-haag.de/lieblingsschurke-long-john-silver/">Lieblingsschurke: Long John Silver</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ingrid-haag.de">Ingrid Haag - Lektorat, Redaktion, Text</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>„A Hund is’ er scho’!“ – Hier in Bayern gilt dieses Urteil Prominenten, deren trickreiches Wirken wir gleichzeitig verurteilen und bewundern. Schlawiner-Schurken. Männern. Dem Fußballmanager, der Milliarden verzockt, seine Strafe absitzt und zum Verein zurückkehrt. Dem Kaiser, dem wir selbstverständlich zugestehen, dass er seinen Spielraum als Monarch maximal ausnutzt. Manchem Politiker. Beileibe nicht jedem. Und ab und zu dem Pfarrer.</p>



<p>Long John Silver, der einbeinige Schiffskoch und Schurke aus Robert Louis Stevensons Abenteuerroman „Die Schatzinsel“, passt genau in diese Liga. Läge Bayern am Meer – nein, der Chiemsee zählt genauso wenig wie die Adria –, wir würden ohne Zögern einen Totenkopf auf die weiß-blau-rautierte Flagge malen, mit Long John in See stechen und singen:</p>



<p><em>Fünfzehn Mann bei des Toten Kist’ – Johoho, und ’ne Buddel, Buddel Rum!<br>Suff und der Teufel holten den Rest – Johoho, und ’ne Buddel, Buddel Rum!</em></p>



<p>Mehr als einhundertdreißig Jahre zählt Stevensons Werk um die Suche nach Captain Flints Schatz inzwischen. Weil – oder obwohl – es in den letzten Jahren neu übersetzt und gründlich entstaubt wurde, hat es sein Charisma behalten. Nach wenigen Seiten hänge ich am Enterhaken, wie beim ersten Mal, als ich im Grundschulalter war und das Buch vom älteren Nachbarsjungen leihen durfte.</p>



<p>Held und wissender Ich-Erzähler der Geschichte ist der junge Jim Hawkins, der in den Habseligkeiten eines alten Seeräubers eine Schatzkarte findet. Zusammen mit seinen Freunden und Förderern, dem Doktor Livesey und dem Squire Trelawney, segelt er auf dem Schoner „Hispaniola“ in ein rasantes Abenteuer. Jim ist Schiffsjunge, er bleibt stets tapfer, freundlich und gutgläubig.</p>



<p>Vom „Einbeinigen“, der wahren Hauptperson, hört Jim, lange bevor er ihm begegnet. Bill Bones, der alte Pirat mit der Schatzkarte, hat Todesangst vor seinem Verfolger und stirbt schließlich an deren Folgen. Als Jim dem einbeinigen Long John Silver gegenübersteht, verwirft er seinen ersten Verdacht. Der Besitzer der Kneipe „Zum Fernrohr“ ist einfach zu nett. Ein fleißiger, bodenständiger Mann, der auf der letzten Seefahrt etwas dazuverdienen und sich mit seiner Alten zur Ruhe setzen will. „Dukaten! Dukaten!“, kräht der Papagei, den er auf der Schulter trägt.</p>



<p>Long John Silver heuert als Schiffskoch auf der „Hispaniola“ an. Ein paar seiner Kumpels bringt er mit an Bord – und hält die unheimliche Mannschaft mit seiner zuvorkommenden, humorvollen Art von Fahrtbeginn an in Schach. Eine große Erleichterung für Jim, den Squire, den Doktor und ihren braven Kapitän Smollett. Sie ahnen nicht, dass Silver – „einer der beiden ehrlichen Männer an Bord“, wie der Doktor meint – ein eiskalter Schurke ist, vor dem sich angeblich sogar der verrufene Captain Flint fürchtet. Und dass ein Großteil ihrer Crew aus Piraten besteht, die nur auf den günstigsten Zeitpunkt warten, gegen die Chefs loszuschlagen.</p>



<p>Im Lauf der Reise organisiert Silver die Meuterei. Er tötet ein Besatzungsmitglied, das sich dem Aufstand nicht anschließen will, füllt den Steuermann mit Rum ab und wirft ihn ohne Aufsehen über Bord. Jims Freunde und den Kapitän hätte sicher ein ähnliches Schicksal ereilt, würde der Junge – in einem Fass mit Äpfeln versteckt – nicht zufällig Zeuge der Verschwörung.</p>



<p>Als die „Hispaniola“ die Insel erreicht, entwickelt sich ein wilder Kampf um die Karte – und um den Schatz selbst. Long John Silver zeigt sein ganzes Können als Schmeichler, Blender, Strippenzieher. Unbeirrt verfolgt er seine eigenen Interessen, ist den wechselnden Parteien Freund und Kamerad – oder hinterhältiger, kaltblütiger Gegner. Ein Meister des Verrats. Was auch passiert, Silver redet sich gekonnt aus jeglichem Unglück, zieht andere auf seine Seite und spannt sie für die eigenen Zwecke ein. Ein gerissener, schlauer Fuchs ist er. Ein echter Pirat, bewundernswerter Schlawiner-Schurke. A Hund is’ er scho’, verstehen Sie?</p>



<p>Wie die Schatzsuche ausgeht, ob Long John Silver überlebt und seine Pläne umsetzen kann, will ich nicht verraten. Die Abenteuergeschichte um die Fahrt zur Schatzinsel ist zu gut. Lesen Sie selbst, lassen Sie sich mitreißen!</p>



<p><strong>Literaturtipp:</strong> Robert Louis Stevenson, <a href="https://anacondaverlag.de/produkt/die-schatzinsel-vollstaendige-ausgabe">Die Schatzinsel</a></p>



<p><strong>Ihre Ingrid Haag</strong></p>



<p>Foto: privat</p>



<p>(Der Artikel erschien am 23.04.2017 im Blog der <a href="http://zweiundvierziger.de/Wordpress_Verein/?p=3851">42erAutoren</a>.)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.ingrid-haag.de/lieblingsschurke-long-john-silver/">Lieblingsschurke: Long John Silver</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.ingrid-haag.de">Ingrid Haag - Lektorat, Redaktion, Text</a>.</p>
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